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Workshop für Kommunen: Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Baubereich

Am Dienstag, 21. November 2006, veranstalteten die forseo GmbH und die EnEd GmbH im Solar Info Center in Freiburg einen Workshop für Kommunen zum Thema ?Energieeffizienz und Erneuerbare Energien im Baubereich?. Die Vertreter aus Städten und Gemeinden Baden-Württembergs tauschten sich sowohl mit den Referenten als auch untereinander intensiv aus bezüglich der Fragen, welche Maßnahmen der nachhaltigen Energienutzung eine Kommune einsetzen kann, welche Schwierigkeiten oft im Weg stehen, wie der Umsetzungsprozess gestaltet werden kann und wie eine Finanzierung möglich ist.


In Kommunen besteht ein großer Erneuerungsbedarf im Gebäudebereich und bei Energieanlagen. Zudem werden Maßnahmen im Bereich der Erneuerbaren Energien oder der Energieeinsparung häufig nur punktuell durchgeführt. Ein umfassendes Klimaschutzkonzept, das alle Potenziale einer Kommune erfasst und diese systematisch nutzbar macht, fehlt zumeist. Sebastian Gölz vom Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme zeigte, wie der Prozess zur Erarbeitung eines Aktionsplans erfolgreich gestaltet werden kann: ?Zunächst müssen alle wichtigen Akteure in der Kommune identifiziert werden, von Politikern über Stadtwerke bis hin zur Bürgerinitiative. Dann folgt eine umfassende Stärken- und Schwächenanlayse, auf deren Basis Ziele für die Gemeinde formuliert werden. Dies ist ein sehr wichtiger Schritt. Daraus können wiederum Maßnahmen abgeleitet werden, die für die Kommune optimal passen. Diese sollten in eine Rangfolge gebracht werden und können dann abgearbeitet werden, sobald die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen.?

?Wärmedämmung sieht man nicht?, so benannte eine Teilnehmerin ein weiteres Problem, das die Umsetzung von Energiesparmaßnahmen verhindert. Hier wurden Möglichkeiten gezeigt, wie man auch ?unsichtbare? Erfolge sichtbar machen kann und welche Kommunikationsmittel dafür eingesetzt werden können.

Schwierigkeiten macht auch die Finanzierung der Maßnahmen. Es fehlen Informationen über Fördermittel oder alternative Finanzierungslösungen. Hier gab Astrid Grell von forseo einen Überblick, welche Möglichkeiten in einem kommunalen Rahmen zur Verfügung stehen. Das Thema Einspar-Contracting wurde vertieft diskutiert. ?Der Energiebereich ist prädestiniert, um Gelder einzusparen, ohne Personal abbauen zu müssen?, stellte Christian Kessel, Umweltbeauftragter der Stadt Emmendingen, fest.

Aus Freiburg stellte Dr. Dieter Wörner, Leiter des Umweltschutzamtes, umgesetzte Maßnahmen des Umwelt- und Energiekonzeptes vor und regte damit zur Nachahmung an, auch wenn sicherlich nicht jede Maßnahme auf eine kleine Gemeinde übertragbar ist. Eine Führung durch den Freiburger Stadtteil Vauban mit seiner Solarsiedlung und dem von der Stadt vorgegebenen Niederigenergiehaus-Standard von Rainer Schüle, Geschäftsführer der Energieagentur Regio Freiburg, stieß bei den Teilnehmern auf großes Interesse.

Der Veranstaltungsflyer kann als pdf-Datei hier heruntergeladen werden.


Präsentationen im pdf-Format zum Download:

Kommunen - unverzichtbare Akteure des Klimaschutzes
Rainer Schüle, Energieagentur Regio Freiburg

Möglichkeiten und Chancen - Umsetzungsstrategien kommunaler Energieprojekte
Sebastian Gölz, Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme

Freiburg - eigene Wege für Niedrigenergiebauweise und Wärmeschutz im Altbau
Dr. Dieter Wörner, Stadt Freiburg

Von der Planung zur Umsetzung - die Finanzierung ist entscheidend
- Finanzierungsoptionen für Kommunen
  Astrid Grell, forseo GmbH
- Der Einspargarantievertrag zur Reduzierung der Betriebskosten
  Andreas Dilly, GenFa GmbH

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